Liebe Eltern,

wie Sie alle wissen, findet an der HMS derzeit neben dem Wechselunterricht nur eine Notbetreuung statt. Wem es möglich ist, der soll seine Kinder nach dem Unterricht sowie an den unterrichtsfreien Tagen zu Hause betreuen. Diese Situation stellt Sie alle vor große organisatorische Herausforderungen und den Förderverein unserer Grundschule allmonatlich vor die Frage, ob und wie viel an Betreuungsbeiträgen er einziehen soll. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie heute gerne über den Stand der Dinge und die Hintergründe unserer Entscheidungen informieren.

Über die letzten Jahre ist es dem Förderverein gelungen, für die Betreute Grundschule ein stabiles Team ohne größere Fluktuation aufzubauen, das gerne an der Heinrich-Mumbächer-Schule arbeitet, bei dem die Kinder gut aufgehoben sind und sich wohlfühlen. Dieses Team möchten wir unbedingt erhalten. Im Rahmen der Geringbeschäftigung (450 Euro-Jobs), in dem das Betreuungspersonal angestellt ist, besteht nicht die Möglichkeit der Kurzarbeit. Der Förderverein steht also vor der Wahl, die Betreuerinnen – im Rahmen ihrer Arbeitsverträge – ganz oder gar nicht zu beschäftigen.

Sobald unsere Kinder in den regulären Präsenzunterricht zurückkehren können, möchten wir die Betreuende Grundschule gern wieder in gewohntem Umfang und gewohnter Qualität anbieten können. Es wird also der Moment kommen, in dem wir – im Zweifelsfall recht kurzfristig – wieder gutes Personal brauchen. In diesem Moment, nach dem wir uns alle sehnen, möchten wir nicht auf die Suche gehen müssen, sondern direkt auf die guten Leute, die wir derzeit haben, zugreifen können. Daher hat der Förderverein sich entschieden, die Betreuerinnen aus der BGS nicht zu entlassen, sondern im Rahmen der Notbetreuung weiter zu beschäftigen, um sie zu halten.

Diese Entscheidung unterstützt nicht nur unsere Angestellten und sichert den reibungslosen Wiedereinstieg in den Normalzustand, sondern ermöglicht der Schule auch ein exzeptionelles Hygienekonzept für die Notbetreuung. Während an anderen Schulen aufgrund fehlenden Betreuungspersonals Klassen und Altersgruppen gemischt werden müssen, ist die Heinrich-Mumbächer-Schule derzeit in der Lage, streng voneinander getrennte Notbetreuungsgruppen anzubieten. Das minimiert für alle die Gefahr, in Quarantäne zu geraten, weil infizierte Kinder nicht mit zahlreichen unterschiedlichen Betreuungsgruppen in Kontakt kommen.

Uns ist absolut bewusst, dass das aktuelle Finanzierungskonzept dieser qualitativ hochwertigen Notbetreuung nicht gerecht ist, da die BGS-Eltern die Kosten tragen, obwohl sie die Betreuung nicht in gewohntem Umfang nutzen können. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die großes Verständnis gezeigt haben, dass wir im Januar und Februar trotzdem die Beiträge eingezogen haben! Im März haben wir den Betreuungsbeitrag ausgesetzt, um Sie zu entlasten und ein Zeichen des Dankes zu setzen. Gleichzeitig sind wir aktuell mit Feuereifer auf der Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten unseres Wunsches, im Sinne der Kinder das Betreuungspersonal der BGS zu halten, z.B. aus dem Hilfsprogramm „Mainz hilft sofort“. Wenn uns dies gelingt, werden wir jeglichen Überschuss an die BGS-Eltern zurückerstatten. Bis dahin bitten wir Sie aber inständig um Verständnis, dass wir im April wieder den Betreuungsbeitrag einziehen, um so die Betreuerinnen bezahlen und halten zu können.

Herzliche Grüße
Ihr Förderverein