Kategorie: Schuljahr 2019/2020 (Seite 1 von 24)

Von mutigen Vögeln und Teller-Teams

„Und, bin ich jetzt ein mutiger Vogel?“ fragt Simon mit piepsiger Stimme und flattert dabei mit angewinkelten Armen, als würde er den Ententanz vorführen. „Neiiin!“ schallt es ihm aus 21 Kehlen entgegen. Also breitet Simon die Arme aus, lässt sie schwingen wie ein Adler und fragt mit tiefer Stimme: „Und, bin ich jetzt ein mutiger Vogel?“ Ja, das ist er, und das erkennen auch die Kinder aus der Klasse 2d an der Heinrich-Mumbächer-Schule sofort. Die Geschichte vom ängstlichen oder mutigen Vogel, der gerne Limo trinken würde, von seiner Frau aber nur Fisch bekommt, ist Teil des Projekts „Prima Klima – Mut tut gut“, das Ende Juni in allen Klassen der Bretzenheimer Grundschule stattfand. Und Simons Performance ist nur eine von zahlreichen Übungen, die den Kindern beibringen soll, eigene Gefühle zu zeigen und die von anderen zu erkennen.

Mutige Vögel in der 2d

Simon ist einer von acht Trainerinnen und Trainern des Netzwerks Rheinland, die im Juni an der Heinrich-Mumbächer-Schule waren. Finanziert wurde die Präventionswoche durch Zuschüsse des Ministeriums und des Vereins Funkelstern, Spendengelder der Mainzer Volksbank, der Stadt Mainz und von Lotto Rheinland-Pfalz sowie einen geringen Elternbeitrag. Ziel des Projekts ist es, Kindern das Nein-Sagen beizubringen, wenn sie unter Druck gesetzt werden, egal ob von Gleichaltrigen oder Erwachsenen. Im Zuge des Trainings beschäftigen die Schülerinnen und Schüler sich mit ihren eigenen Emotionen und lernen Konfliktbewältigungsstrategien kennen. In Ansatz und Methode variieren die Spiele und Übungen von Jahrgang zu Jahrgang.

In der ersten Klasse ging es in der Workshop-Woche hauptsächlich ums Miteinander. Die Kinder haben sich mit magischen Worten beschäftigt: „Bitte“ und „danke“, aber auch „Stop“ und „Es tut mir leid.“ Vermittelt wurde also nicht nur, dass man freundlich zueinander sein soll, sondern auch, dass jedes Kind Grenzen setzen darf und andere diese Grenzen akzeptieren müssen. Und es geht nicht nur um das Miteinander zwischen Kindern, sondern auch um die Frage, was Erwachsene dürfen und was nicht. Natürlich lernt der erste Jahrgang auch, was eigentlich alle schon wissen: niemals mit Fremden mitzugehen. Die Botschaft kommt an: als Trainer Manno einen tollen Zaubertrick vorführt und danach verspricht, dem mutigsten Kind, das sich traue, mit ihm zum Auto zu kommen, schenke er die Zauberutensilien, springt niemand auf und geht mit ihm. Alle rufen „Nein, das dürfen wir nicht.“

Aufmerksame Zuhörer für Trainer Manno in der 1c

In der dritten Jahrgangsstufe geht es nicht mehr allein um praktische Übungen und Beispiele. Natürlich kommen auch hier Spiele und interaktive Methoden zum Einsatz, aber die Kinder beschäftigen sich auch auf theoretischer Ebene mit der Frage, welche Formen von Gewalt es gibt. Jemanden zu schlagen ist körperliche Gewalt, da sind sich alle einig. Aber wie ist es, wenn einem der Stinkefinger gezeigt wird? Ist das mündliche Gewalt, weil er sich mit vielen Schimpfworten übersetzen ließe? Oder vielleicht doch eher seelische Gewalt? Die Klasse 3b ist sich unsicher, genau wie bei der Frage, ob man die Polizei rufen sollte, wenn man auf dem Schulhof bedroht wird. Aber für diese Momente ist Trainerin Anja da, sie holt die Kinder dort ab, wo sie sich in der Diskussion im Kreis drehen, bringt die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer ins Spiel und gibt Tipps für den Umgang mit Ärger auf dem Nachhauseweg. Die Lehrerin der 3b genießt es, ausnahmsweise nur in der Beobachterrolle zu sein und die Kinder nochmal ganz anders kennenzulernen.

Die 4c steht vor einer schwierigen Aufgabe. Die Schülerinnen und Schüler sollen auf dem Boden liegende Pappteller umdrehen, sich die Nummer auf der Rückseite merken und später den richtigen Teller wiederfinden. Dabei gilt es, ein komplexes Regelwerk zu beachten: keiner darf losrennen, bevor der Trainer nicht „Los“ gerufen und in die Hände geklatscht hat. Jede und jeder darf höchstens drei Teller umdrehen. Keiner der Teller darf am Ende einen Knick haben… Und spätestens beim zehnten Versuch muss es klappen, sonst ist das Spiel verloren. Runde um Runde misslingt, und der aufmerksame Beobachter merkt, wie die Wut auf den Trainer, der so streng ist, und die Klassenkameradinnen und -kameraden, die etwas falsch gemacht haben, steigt. Aber am Ende gewinnt die 4c, es gibt nicht nur Bonbons, sondern auch die Erkenntnis, dass weder der Trainer noch einzelne Kinder Schuld waren, sondern die Aufgabe nur im Team gelingen konnte. Das Schlüsselwort NIPSILD, Akronym aus dem Satz „Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken“, nehmen die Viertklässlerinnen und Viertklässler genauso aus der Woche mit wie den Hinweis, dass im Wort „Verantwortung“ das Wort „Antwort“ drinsteckt.

Bloß nichts verknicken – hier ist Teamwork gefragt.

Schade, dass nun die Sommerferien vor der Tür stehen, findet die Lehrerin der 4c. So kann sie nicht mehr verfolgen, wie das Gelernte sich nun im Schulalltag umsetzen lässt. Umso besser, dass Schule, Schulelternbeirat und Förderverein sich bereits darauf geeinigt haben, das Projekt in Zukunft jedes Jahr an die Schule zu holen. Für das kommende Schuljahr ist bereits ein Termin vereinbart. So wachsen die Heinrich-Mumbächer-Kinder vier Jahre lang zu selbstbewussten und rücksichtsvollen Menschen heran. Prima Klima!

Herzlich Willkommen, ABC-Schützen!

Auch Corona-Schuljahre, die sich ziehen wie Kaugummi, gehen irgendwann vorbei. Und schwuppdiwupp, verlässt schon wieder eine fröhliche Schar Viertklässlerinnen und Viertklässler die HMS, und ab dem 31. August sind die aktuellen Erstklässlerinnen und Erstklässler nicht mehr die Kleinsten an unserer Schule. Dann nämlich findet die Einschulung der „Neuen“ statt – das Konzept für den ersten Schultag haben Schulleitung und Förderverein in der letzten Sitzung besprochen.

Wie auch im vergangenen Jahr muss die Schule mit der Unsicherheit leben, wie genau die Corona-Regeln Ende August aussehen werden, und plant deshalb eine Einschulung im „Schichtbetrieb“. Sowohl der Gottesdienst als auch die nachfolgende Begrüßung auf dem Schulgelände werden doppelt stattfinden, so dass jeweils zwei Klassen gemeinsam eingeschult werden. Jede Erstklässlerin und jeder Erstklässler darf zwei Erwachsene mitbringen, zusätzlich sind im Falle jüngerer Geschwister zwei Kleinkinder pro Familie erlaubt.

Während die ABC-Schützen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen den ersten Schultag im eigenen Klassenraum erleben, organisiert der Förderverein auf dem Schulhof einen Sektempfang für die Eltern. Hier besteht die Möglichkeit, sich in der Elternschaft näher kennenzulernen, und wer schnell noch den Inhalt der Schultüte aufstocken möchte, kann am Stand des Fördervereins ein Schul-T-Shirt erstehen. Der Förderverein heißt schon jetzt die neuen Mitglieder unserer Schulgemeinschaft – sowohl Eltern als auch Kinder – herzlich willkommen! …auch wenn sie aktuell wohl noch mit dem Kindergartenabschied beschäftigt sind. 😉

Auf Wiedersehen, liebe Viertklässlerinnen und Viertklässler und ein herzliches Willkommen an alle Schulanfängerinnen und Schulanfänger,

Euer Förderverein

Das liebe Geld – gute Nachrichten!

Rundherum positive Nachrichten in Sachen Finanzen gibt es von der letzten Vorstandssitzung des Fördervereins unserer Schule. Nachdem wie berichtet bereits der Antrag an das Corona-Unterstützungsprogramm „Mainz hilft sofort“ erfolgreich gewesen war, konnte der Förderverein nun auch beim Folgeprojekt „Mainz startet durch“ überzeugen und erhält finanzielle Hilfe für die Löhne des BGS-Personals. An einem Folgeantrag für die noch verbleibenden Wochen bis zu den Sommerferien wird derzeit gearbeitet. Für die Eltern, die ihre Kinder in der BGS angemeldet haben, das Betreuungsangebot aber im letzten Jahr nicht oder nur eingeschränkt nutzen konnten, bedeutet das: der Förderverein war nicht nur in der Lage, die Beitragseinzüge zeitweise auszusetzen, sondern kann nach einem endgültigen Kassensturz nach Ende des Schuljahrs voraussichtlich sogar einen Teil der bereits gezahlten Beiträge an die Eltern zurückzahlen.

Einen unerwarteten Geldsegen gab es für die vom Förderverein organisierte Qualifizierte Hausaufgabenbetreuung (QHB): im weiteren Umfeld der HMS hat ein Jubilar seine Gäste gebeten, statt Geschenken an den 90-Jährigen lieber für die Qualifizierte Hausaufgabenbetreuung zu spenden. Eingegangen sind bereits 1300 Euro. [Aktualisierung 23.06.2021, 12:31 Uhr: Zwischenzeitlich sind weitere Zahlungen eingegangen, so dass sich die Spendensumme nun auf mehr als 2600 Euro beläuft!] Vielen, vielen Dank!
Zusammen mit einer eingeworbenen Spende der Schott Stiftung über 500 Euro und der jährlichen Finanzierungszusage der ADD kann die Hausaufgabenbetreuung im nächsten Jahr voll durchstarten.

Das zusätzliche Geld ist mehr als willkommen: Während die Qualifizierte Hausaufgabenbetreuung in der Vergangenheit nur Halbtagskindern offenstand, erlaubt eine neue Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz nun auch Kindern aus dem Ganztagsbetrieb die Teilnahme. Hier müssen noch ein paar organisatorische Hürden genommen werden, da die QHB bisher parallel zur Mensazeit der Ganztagskinder stattfindet. Schulleitung und Förderverein sind aber bereits dabei, verschiedene Ideen zur Lösung dieser Problematik zu durchdenken.

Herzliche Grüße

Ihr Förderverein

„Prima Klima – Mut tut gut“ jetzt auch an der HMS

Liebe Eltern,                                                                                          Bretzenheim, am 14.06.2021

es freut mich sehr, dass wir in der Woche vom 28.06.-02.07.2021 das Gewaltpräventionsprogramm  „Prima Klima – Mut tut gut“ in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Rheinland an unserer Schule durchführen können!

Das Projekt wurde schon an mehreren Mainzer Grundschulen erfolgreich installiert. Dies ist vor allem dem Einsatz des Vereins Funkelstern e.V. zu verdanken, der bei der Organisation und Durchführung auch durch finanzielle Unterstützung, in unserem Fall € 3000, sehr behilflich ist.

„Jedem Kind leuchtet ein Stern“ lautet das Motto des Vereins, der sich über jede Spende freut, um seine wertvolle Arbeit fortzuführen. Interessierte Eltern können sich auf der Internetseite von Funkelstern e.V. (www.funkelstern.com/mut-tut-gut/) über das Projekt informieren und sich dort z.B. auch ein Video über die Durchführung an der Mainzer Pestalozzi-Schule anschauen. 

Ziel ist, das Projekt künftig in jedem Schuljahr an der HMS durchzuführen, um die Kinder, auch im Zusammenleben in der Schulgemeinschaft, nachhaltig zu unterstützen und zu stärken.

Während des Projekts lernen die Kinder unter anderem…

… „nein“ zu sagen, wenn sie unter Druck gesetzt werden

Konfliktbewältigungsstrategien

eigene Gefühle und Grenzen kennen

Gefühle von anderen zu erkennen

Vertrauen, Verantwortung und Selbstbewusstsein zu stärken

… ihr Rechts- und Unrechtsbewusstsein zu erweitern

Team- und Klassenstärkung

Die intensive Begleitung der Klassen durch eine Trainerin bzw. einen Trainer im Laufe der Schulwoche kostet sehr viel Geld – der Gesamtbetrag für unsere Schule beläuft sich auf 

€ 9440.

Über die Initiative unserer Schulsozialarbeiterin, Frau Bayraktar, haben wir einen Zuschuss des Ministeriums in Höhe von € 1000 zugesagt bekommen. Der Förderverein hat zudem Spenden bei der MVB, der Stadt Mainz, Lotto RLP und weiteren Quellen gesammelt. Auch unser Schulelternbeirat unterstützt das Projekt. Vielen Dank an dieser Stelle für die geleistete Arbeit!

Dennoch werden wir von jedem Schüler/ jeder Schülerin einen Eigenbeitrag erheben müssen. Um die Belastung, vor allem für Familien mit mehreren Kindern, in Grenzen zu halten, sammeln wir einen Fixbetrag von € 10 pro Kind von Ihnen ein. Spenden sind herzlich willkommen, wer also mehr geben möchte, kann den Betrag bei der Abgabe um die Spende erhöhen. 

Bitte geben Sie den Betrag von € 10 pro Kind (+ggf. Spende) bis Freitag, den 18.06.2021 in einem verschlossenen Umschlag Ihrem Kind mit in die Schule.

Falls Sie Leistungen des Jobcenters beziehen, können Sie den Betrag über das Bildungs- und Teilhabepaket beantragen. Falls Sie dabei Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne bei Frau Bayraktar unter 0172-5494066 melden!

Eigentlich ist für den 1. Tag der Projektwoche ein Elterninformationsabend fester Bestandteil des Programms. Leider ist eine gemeinsame Veranstaltung in der Schule im Moment noch nicht möglich. Deswegen bietet das Netzwerk Rheinland die Veranstaltung online über Zoom an. Damit auch alle interessierten Eltern die Möglichkeit haben, am Elternabend teilzunehmen, bieten wir 2 Termine an. Bitte vermerken Sie auf dem Rücklauf, ob und wenn ja wann Sie sich zuschalten wollen. 

Zur Auswahl stehen Dienstag, der 22.06.21 und Mittwoch, der 23.06.21, jeweils um 19 Uhr.

Sie erhalten dann per Mail rechtzeitig den Link zum Elternabend.

Wir bitten um eine rege Teilnahme, denn so können Sie Ihre Kinder während und nach der Projektwoche bewusst mit Gesprächen begleiten und unterstützen, um die Inhalte zu festigen.

Ich freue mich auf eine spannende Woche voller neuer Eindrücke, aus der unsere Kinder sicherlich gestärkt hervorgehen werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße

Valerie Osmenda

Rücklauf Elternabend Mut tut gut bis 16.06.21

Name des Kindes: _________________________________ Klasse: ____________

○ Ich/ wir nehmen am Zoom-Elternabend am Dienstag, 22.06., um 19 Uhr teil.

○ Ich/ wir nehmen am Zoom-Elternabend am Mittwoch, 23.06., um 19 Uhr teil.

○ Ich/ wir können leider an keinem der Termine teilnehmen.

Datum, Unterschrift

Rücklauf Elternabend Mut tut gut bis 16.06.21

Name des Kindes: _________________________________ Klasse: ____________

○ Ich/ wir nehmen am Zoom-Elternabend am Dienstag, 22.06., um 19 Uhr teil.

○ Ich/ wir nehmen am Zoom-Elternabend am Mittwoch, 23.06., um 19 Uhr teil.

○ Ich/ wir können leider an keinem der Termine teilnehmen.

Datum, Unterschrift

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